Die Jugendabteilung

Die Jugend- und Schülerklasse haben in unserer Bruderschaft einen sehr hohen Stellenwert und werden dementsprechend gefördert. Neben den Vereinswaffen werden den Jugendlichen auch Munition und Scheiben unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Außer dem Schießsport werden der Jugend weitere gesellige Aktivitäten angeboten (z. B. Schwimmen, Grillen, Ausflüge usw.), die vom Jugendvorstand selber organisiert werden. Besonder aktiv sind dabei die beiden Jugendsprecher Caroline Kaulfuß und Fabian Langen.

 

Unsere Jugend hat eine eigene Trainingszeit am Dienstag (18:00-19:30 Uhr), zu der die Jugendwarte Dieter und Marcel Bachem als Ansprechpartner vor Ort sind.

Beide Jugendwarte sind Inhaber der JugendBasisiLizenz (JuBaLi) des Rheinischen Schützenbundes. Die Vermittlung von sportfachlichen Inhalten erfolgt nach den aktuellen Richtlinien des Deutschen Schützenbundes, da Marcel Bachem außerdem Inhaber der Trainer C-Basis-Lizenz ist.

Die Jugendabteilung verfolgt die Ziele der Deutschen Schützenjugend:

  • zur Persönlichkeitsbildung der jungen Menschen beizutragen,
  • die Fähigkeiten zu sozialem Verhalten zu entwickeln und anzuregen,
  • körperlich behinderte Menschen die sportliche Teilhabe zu ermöglichen,
  • sozial benachteiligte Jugendliche zu fördern und
  • Sport treibende Jugendliche zum gesellschaftlichen Engagement anzuregen.

Die Vermittlung von Werten ist ein Aspekt, der im Schießsport und im traditionellen Schützenwesen beseondere Bedeutung hat. Doch um welche "Werte" geht es genau?

Verantwortung: Junge Menschen lernen verantwortungsvoll mit ihren Sportgeräten umzugehen und Verantwortung innerhalb der Gruppe zu übernehmen.

Gesundheit: Wir schaffen ein Bewusstsein für gesunde Lebensweise sowie dem richtigen Umgang mit Gefahren - zum Beispiel Bleistaub und Lärm.
Fairness: Die Leistung des Gegners ist unabhängig von unserer eigenen Leistung - dies Anzuerkennen fördert den Umgang mit Niederlagen und den fairen Umgang untereinander.
Respekt: Schützen lernen schnell, die Würde des Menschen, die Umwelt und das Eigentum anderer zu respektieren und mit allem sorgsam umzugehen.

Gemeinschaft: Auch außerhalb des Sports wird im Schützenwesen ein intensives Vereinsleben gefördert. Die sozialen Kontakte und gemeinsamen Unternehmungen sind zentraler Bestandteil von Schützenvereinen.
Hilfsbereitschaft: Inner- und außerhalb des Vereins gibt es immer wieder Situationen, in denen Hilfsbereitschaft gefordert ist. Seien es Tätigkeiten rund um die Veranstaltungen oder die konkrete Unterstützung von Hilfsbedürftigen - Schützen sind immer da, wenn sie gebraucht werden.
Tradition: Wir bewahren nicht die Asche auf, wir leben das Feuer, die Ideale und Ideen des Schützenwesens und geben diese weiter.
Toleranz: Unser Verein steht Menschen jeden Alters, Herkunft, Religion und Lebenseinstellung offen, die unsere Werte teilen.
Vertrauen: Wir vertrauen darauf, dass jeder Schütze diese Werte achtet. Nur eine Gemeinschaft, die auf Vertrauen in den Einzelnen aufbaut, ist stark.


Die Jugendleitung

Jugendwart

Dieter Bachem

Überdorf 32

53343 Wachtberg (GI)

jugendleitung@schuetzen-niederbachem.de

2. Jugendwart

Marcel Bachem (DSB Trainer-C Basis)

Kölner Str. 52

53579 Erpel

Tel. 0163 2990709

jugendleitung@schuetzen-niederbachem.de


Jugendsprecherin

Caroline Kaulfuß

53343 Wachtberg (NB)

Email: jugendsprecherin@schuetzen-niederbachem.de

Jugendsprecher

Fabian Langen

53343 Wachtberg (NB)

Email: jugendsprecher@schuetzen-niederbachem.de



Jugend-News

Niederbachemer "Team Licht" mischt bei der Deutschen Meisterschaft mit

Auch bei der zweiten Auflage der Deutschen Jugendmeisterschaft im Lichtschießen waren Niederbachemer Jungschützen vertreten.

In einem Mehrkampf, bestehend aus 20 Schuss Lichtschießen und zusätzlichen Aufgaben aus den Bereichen "Grips", Ausdauer/Schnelligkeit, Koordination, Geschicklichkeit und Konzentration traten über 100 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet an. Die Meisterschaft war in den Ablauf der "großen" Deutschen Meisterschaft Sportschießen, mit über 6000 Sportlern die zweitgrößte Sportveranstaltung Deutschlands, eingebettet und fand auf der Münchener Olympia-Schießanlage statt.

Das "Team Licht" der St. Sebastianus-Schützen Niederbachem

Teilnahmebereichtigt bei der DM Lichtschießen sind alle Mitglieder von DSB-Vereinen zwischen sechs und zwölf Jahren. In Niederbachem wird bereits seit mehreren Jahren im Anfängerbereich mit dem Lichtgewehr gearbeitet, daher konnte der Verein bereits bei der Premiere 2017 mit einem Starter, Timm Sachse, in München an den Start gehen. Timm setzte sich damals in der jüngsten Altersklasse, der U7, durch und darf sich somit "Deutscher Meister" nennen.

Im Frühjahr 2018 stieß Isabel Ippendorf zum "Team Licht" hinzu und wurde auch umgehend für die DM 2018 angemeldet. Somit starteten zwei Niederbachemer Jungschützen, beide in der Altersklasse U9. Begleitet wurden die Nachwuchssportler von ihren Eltern sowie den beiden Jugendleitern Dieter und Marcel Bachem.

Station 1: 20 Schuss Lichtgewehr Auflage

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Pflicht war ein 20-Schuss-Programm, wahlweise mit der Lichtpistole oder dem Lichtgewehr, jeweils auf einer Stützstange aufgelegt.

Timm trat als zuerst an und nahm mit seinem Feinwerkbau-Lichtgewehr das zehn Meter entfernte Ziel ins Visier. Es waren einige Einstellungen an der Auflage und der Visierung notwendig und die fünf zur Verfügung stehenden Probeschüsse erwiesen sich als zu wenig. Dazu noch ein Schuss Nervosität und schon standen zur Hälfte seines Programms "nur" 80 Ringe für Timm. Doch dann fand er auch die Mitte und legte unter dem anerkennenden Blick des DSB-Vizepräsidenten Sport, Gerhard Furnier, 91 Ringe nach - 171 Gesamtringe.

Anschließend konnte Isabel an den Stand. Auch ihr war die Nervosität bei ihrer DM-Premiere anzumerken, ebenfalls 80 Ringe nach zehn Schuss. Doch dann stabilisierte sie sich und schraubte ihr Ergebnis schließlich auf 167 Ringe, was ihren Papa Stefan, selbst lange Jahre ein guter Gewehrschütze, sichtbar stolz machte. Anschließend zog der Baachemer Tross zum anderen Ende der Olympia-Drucklufthalle weiter, um die sportlichen Stationen zu absolvieren.

Station 2: Schlängellauf

Sowohl Timm als auch Isabel entschieden sich als nächstes für den sogenannten "Schlängellauf". Möglichst schnell sollte der Parcours, bestehend aus sechs Slalomtoren und einer Wendestange, absolviert werden. Isabell war sehr schnell unterwegs, erreichte mit ihren etwa 15,5 Sekunden aber nur 50 Punkte, was ihr am Ende einen Platz auf dem Podest gekostet hat. Sie hatte, wie ihr Teamkollege anschließend auch, Probleme mit dem relativ glatten Untergrund und konnte somit die vorher von der Deutschen Schützenjugend ermittelte Zeit, welche für die maximalen 100 Punkte unterschritten werden musste, nicht erreichen. Timm zollte vor allem einem Rutscher in der Wende Tribut und konnte daher keinen Wertungspunkt notieren.

Station 3: "Heißer Draht" und Seilspringen

Das Geschicklichkeitsspiel "Der Heiße Draht" lag Timm deutlich besser, als die Athletik zuvor. Ziel war es, mit einer Metallschlinge den "Heißen Draht" abzufahren, ohne ihn dabei zu berühren - sonst leuchtete die Ampel rot und man musste zurück zum Start. Timm schaffte trotz zweier Berührungen 18,72 Sekunden und holte damit 80 Punkte. Anschließend probierte er auch noch die übrigen Stationen (Puzzeln, Merken, Ringzielwurf und Seilspringen) aus, die aber nicht mehr in die Wertung eingehen konnten.

Isabel dagegen wählte das Seilspringen als zweite Station. Hierfür hatte sie über die Sommerferien fleißig trainiert, was man auch sah. Die Maximalpunktzahl gab es für mehr als 50 Sprünge in einer Minute - Isabel pulverisierte diese zuvor festgelegte Skala förmlich. Rekordverdächtige 80 Sprünge wurden notiert! Der folgende Antrag unserer Jugendleiter, die Skala nach oben zu erweitern wurde leider abgelehnt.

Platz 7 und 22 - aber schon Vorfreude auf 2019

Mit insgesamt 317 Punkten landete Isabel auf den siebten Platz und Timm mit 251 Punkten auf Rang 22 der Klasse U9. Natürlich war das gesamte Team trotzdem bei der Siegerehrung in der proppevollen Finalhalle anwesend und applaudierten den verdienten Deutschen Meistern 2018. Den Stellenwert des Lichtschießens zeigt die Anwesenheit des DSB-Präsidiums, neben den Vizepräsidenten für Jugend (Stefan Rinke), Öffentlichkeitsarbeit (Wolfgang Kink) und Sport (Gerhard Furnier) ließ es sich der 1. Präsident Hans-Heinrich von Schönfels nicht nehmen, die Siegermedaillen an die ersten sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Klassen zu überreichen.

Das wichtigste aber war, dass unser Nachwuchs Spaß an diesem Wettkampf hatte - und das war sichtlich der Fall. Sowohl Timm als auch Isabel, die Eltern und die Jugendleiter freuen sich jetzt schon auf die Teilnahme 2019. Vielleicht wächst das "Team Licht" bis dahin ja noch weiter an?

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Ergebnisheft der Deutschen Meisterschaft Lichtschießen 2018
2018_4_DMLicht.pdf
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