Der Schießsport

Egal ob mit dem Luftgewehr oder der Schnellfeuerpistole - die Kombination aus physischen und psychischen Anforderungen macht den Schießsport zu einer faszinierenden und anspruchsvollen Sportart. Durch den Umgang mit den Sportwaffen und ihren Sportkameraden lernen Schützen Verantwortung sowie Fairness im Wettkampf. Unser Schützen sind mit dem Luft- und dem Kleinkalibergewehr sowohl im DSB, als auch im BHDS aktiv. Alle Ergebnisse sind auf den nachstehenden Seiten zu finden.


Sport-News

Nachlese zur Kreismeisterschaft 2019

Das Bild der Kreismeisterschaften ist zwiegespalten. Während in den Auflagedisziplinen jeweils bunte und teilnehmerstarke Konkurrenzen zustandekamen, waren in vielen anderen Disziplinen die Kreis- gleichbedeutend mit Vereinsmeisterschaften. Die Sportschützen Ännchen bleiben mit der Luftpistole beinahe unter sich, die Villiper im Bereich Vorderlader und Ordonnanzgewehr und wir in den Gewehrdisziplinen ohne Auflage. Wirkliches Wettkampfgefühl kommt so natürlich selten auf, was sowohl für die Sportler als auch für den Sport im Ganzen nicht förderlich ist.

Am Ende der Kreismeisterschaft stehen zehn Einzel- und vier Mannschaftstitel, über die man sich freuen kann und wir werden versuchen, im kommenden Jahr auch unsere Beteiligung weiter auszubauen. Mit der KM beginnt jetzt die Vorbereitung auf die Bezirksmeisterschaften mit erwartbar mehr Konkurrenz und Wettkampf.

02.12.2018: Auftaktwochenende in Godesberg

Luftgewehr: Kleines Feld und nur zwei beteiligte Vereine

Lediglich sieben Sportlerinnen und Sportler traten in Ännchen zur Kreismeisterschaft Luftgewehr an, davon gleich fünf aus Niederbachem. Auch unser Team ist zu 2018 deutlich geschrumpft, so verzichteten unter anderem Juniorin Caroline Kaulfuß und unser Sportwart Dieter Bachem auf den Start - allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Bei den Herren I setzte sich Christian Theisen mit 376 Ringen knapp gegen Marcel Bachem (374) durch. Der Villiper Daniel Scheffler setzte sich mit 369 Ringen auf Rang 3, Sebastian Schreiber blieb mit 339 Ringen nur der vierte Platz. Dimitri Herdt (Herren II, 335 Ringe) und Karl-Heinz Theisen (Herren III, 350) wurden jeweils ohne Gegner Kreismeister. Das beste Ergebnis des Tages erzielte die Villiper Juniorin Johanna Schiffer mit 382 Ringen - Glückwunsch!

Luftgewehr Auflage: Andreas Löllgen gewinnt, Mannschaft Zweiter

Jürgen Drodten unterlag dem Godesberger Jörg Below klar, durfte sich aber bei seiner ersten KM-Teilnahme über die Silbermedaille freuen (Herren II, 295,4 Ringe). In der Klasse Senioren I setzte sich unser Andreas Löllgen mit 310,4 Ringen gegen die Konkurrenz durch und gewann vor Frank Schmickler (Ännchen, 307,3). Dritter wurde Norbert Hopp (300,1) ringgleich mit dem VIlliper Thomas Wiesel. Peter Ens wurde mit 298,0 Ringen fünfter.

In der Mannschaftswertung konnten die drei Niederbachemer Senioren I den 2. Platz hinter Hubertus Godesberg belegen.

Bei den Senioren III sahen Heinz Krupp und Hans Jansen gegen die starte Villiper Mannschaft kein Land und belegten die Plätze vier und fünf. Jürgen Rehfeld wurde bei den Senioren IV mit 306,2 Ringen Dritter, ebenso Klaus Wolber mit 304,3 Ringen bei den Senioren V. Außerdem startete Hans-Josef Kleinen, der den siebten Rang der Senioren V erreichte. Als Mannschaft sprang für Wolber/Rehfeld/Krupp der 5. Platz heraus.

Interessanterweise waren die Damen in der Spitze wieder einmal besser als die Herren. Die drei besten Einzelergebnisse erzielten Annemarie Arzdorf (314,3) und Waltraud Schubert (311,4) aus der Klasse I sowie Agnes Rehfeld (311,1) aus der Klasse III. Andreas Löllgens 310,4 folgt als bestes Ergebnis eines männlichen Teilnehmers.

KK-Gewehr Auflage 50m: Löllgen und Rehfeld top

Wieder war es Andreas Löllgen, der das beste Ergebnis für unser Auflageteam erzielte. Mit 306,0 Ringen wurde er bei den Senioren I Zweiter hinter Michael Terhorst (Ännchen), der 308,5 Ringe erzielte. Norbert Hopp (290,5) und Peter Ens (280,8) belegten die Plätze Fünf und Sechs.

Die beste Platzierung unseres Teams konnte Jürgen Rehfeld feiern. Er gewann mit 296,7 Ringen die Seniorenklasse IV, während Hans Jansen (Sen. III, 280,9) und Klaus Wolber (Sen. V, 276,4) als jeweils Vierte knapp die Medaillenränge verpassten. Ebenso reichte es in der Mannschaftswertung "nur" zu Rang Vier.

Luftpistole: Sebastian Schreiber Zweiter

Als einziger Niederbachemer Starter mit der Luftpistole sprengte Sebastian Schreiber (347 Ringe) die Phalany der Sportschützen Ännchen, welche ansonsten beinahe alle Medaillen in dieser Disziplin einsammelten, und wurde bei den Herren I Zweiter.

09.12.2018: 100-Meter-Wettbewerbe in Siegburg

KK-Gewehr 100m: Marcel Bachem gewinnt vereinsinternen Wettkampf

Ohne Konkurrenz aus anderen Vereinen und mit 279 Ringen setzte sich Marcel Bachem in der Disziplin KK-Gewehr 100m Herren I durch. Christian Theisen wurde mit 277 Ringen Zweiter, während Karl-Heinz Theisen ohne Gegner und mit 250 Ringen Kreismeister der Herren III wurde.

KK-Gewehr Auflage 100m: Jürgen Rehfeld holt Einzelgold

Bei den Herren II wurde Jürgen Drodten erneut Zweiter (277 Ringe). Bei den Senioren I wurde unser Startertrio Andreas Löllgen (294), Norbert Hopp (294) und Peter Ens (276) von Frank Schmickler geschlagen. Der für Ännchen startende Schmickler legte perfekte 300 Ringe vor und wurde verdient Kreismeister. In der Mannschaftswertung, in welcher die Klassen I und II sowohl der männlichen als auch der weiblichen Senioren zusammen antreten, reichte es für Platz 2 hinter Hubertus Godesberg.

In den Senioren III bedeuteten 285 Ringe von Hans Jansen Rang 3, während Jürgen Rehfeld mit 295 Ringen Kreismeister der Senioren IV wurde. Der dritte Mannschaftsschütze Klaus Wolber wurde bei den Senioren V Vierter (272 Ringe), sodass die Mannschaft schließlich den 3. Platz erreichte.

11.-13.01.2019: Vereinsinterne Angelegenheit mit dem KK-Gewehr

KK-Gewehr 3x40: Marcel Bachem schwach aber ohne Konkurrenz

Trotz indiskutabler 1.032 Ringe wurde Marcel Bachem mangels Konkurrenz Kreismeister in der Königsdisziplin des KK-Gewehrs.

KK-Gewehr 3x20 Halbprogramm: Theisen, Schreiber und Bachem gleichauf

Mit jeweils 260 Ringen liefen unsere drei Herren gleichauf ein. Den Ausschlag pro Sebastian Schreiber gab die beste Stehendserie, Christian Theisen und Marcel Bachem folgten auf den Plätzen.

KK-Gewehr 50m Stehend: Zweimal Theisen vorne

Christian vor Karl-Heinz lautete das Endergebnis in dieser Disziplin. Marcel Bachem komplettierte das Feld auf Rang 3.

KK-Liegendkampf: Marcel Bachem nicht zu schlagen

Mit 584 Ringen ließ Marcel Bachem in seiner Paradedisziplin den drei übrigen Niederbachemer Startern nicht den Hauch einer Chance. Sebastian Schreiber wurde Zweiter vor Christian Theisen und Dimitri Herdt.

Niederbachemer "Team Licht" mischt bei der Deutschen Meisterschaft mit

Auch bei der zweiten Auflage der Deutschen Jugendmeisterschaft im Lichtschießen waren Niederbachemer Jungschützen vertreten.

In einem Mehrkampf, bestehend aus 20 Schuss Lichtschießen und zusätzlichen Aufgaben aus den Bereichen "Grips", Ausdauer/Schnelligkeit, Koordination, Geschicklichkeit und Konzentration traten über 100 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet an. Die Meisterschaft war in den Ablauf der "großen" Deutschen Meisterschaft Sportschießen, mit über 6000 Sportlern die zweitgrößte Sportveranstaltung Deutschlands, eingebettet und fand auf der Münchener Olympia-Schießanlage statt.

Das "Team Licht" der St. Sebastianus-Schützen Niederbachem

Teilnahmebereichtigt bei der DM Lichtschießen sind alle Mitglieder von DSB-Vereinen zwischen sechs und zwölf Jahren. In Niederbachem wird bereits seit mehreren Jahren im Anfängerbereich mit dem Lichtgewehr gearbeitet, daher konnte der Verein bereits bei der Premiere 2017 mit einem Starter, Timm Sachse, in München an den Start gehen. Timm setzte sich damals in der jüngsten Altersklasse, der U7, durch und darf sich somit "Deutscher Meister" nennen.

Im Frühjahr 2018 stieß Isabel Ippendorf zum "Team Licht" hinzu und wurde auch umgehend für die DM 2018 angemeldet. Somit starteten zwei Niederbachemer Jungschützen, beide in der Altersklasse U9. Begleitet wurden die Nachwuchssportler von ihren Eltern sowie den beiden Jugendleitern Dieter und Marcel Bachem.

Station 1: 20 Schuss Lichtgewehr Auflage

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Pflicht war ein 20-Schuss-Programm, wahlweise mit der Lichtpistole oder dem Lichtgewehr, jeweils auf einer Stützstange aufgelegt.

Timm trat als zuerst an und nahm mit seinem Feinwerkbau-Lichtgewehr das zehn Meter entfernte Ziel ins Visier. Es waren einige Einstellungen an der Auflage und der Visierung notwendig und die fünf zur Verfügung stehenden Probeschüsse erwiesen sich als zu wenig. Dazu noch ein Schuss Nervosität und schon standen zur Hälfte seines Programms "nur" 80 Ringe für Timm. Doch dann fand er auch die Mitte und legte unter dem anerkennenden Blick des DSB-Vizepräsidenten Sport, Gerhard Furnier, 91 Ringe nach - 171 Gesamtringe.

Anschließend konnte Isabel an den Stand. Auch ihr war die Nervosität bei ihrer DM-Premiere anzumerken, ebenfalls 80 Ringe nach zehn Schuss. Doch dann stabilisierte sie sich und schraubte ihr Ergebnis schließlich auf 167 Ringe, was ihren Papa Stefan, selbst lange Jahre ein guter Gewehrschütze, sichtbar stolz machte. Anschließend zog der Baachemer Tross zum anderen Ende der Olympia-Drucklufthalle weiter, um die sportlichen Stationen zu absolvieren.

Station 2: Schlängellauf

Sowohl Timm als auch Isabel entschieden sich als nächstes für den sogenannten "Schlängellauf". Möglichst schnell sollte der Parcours, bestehend aus sechs Slalomtoren und einer Wendestange, absolviert werden. Isabell war sehr schnell unterwegs, erreichte mit ihren etwa 15,5 Sekunden aber nur 50 Punkte, was ihr am Ende einen Platz auf dem Podest gekostet hat. Sie hatte, wie ihr Teamkollege anschließend auch, Probleme mit dem relativ glatten Untergrund und konnte somit die vorher von der Deutschen Schützenjugend ermittelte Zeit, welche für die maximalen 100 Punkte unterschritten werden musste, nicht erreichen. Timm zollte vor allem einem Rutscher in der Wende Tribut und konnte daher keinen Wertungspunkt notieren.

Station 3: "Heißer Draht" und Seilspringen

Das Geschicklichkeitsspiel "Der Heiße Draht" lag Timm deutlich besser, als die Athletik zuvor. Ziel war es, mit einer Metallschlinge den "Heißen Draht" abzufahren, ohne ihn dabei zu berühren - sonst leuchtete die Ampel rot und man musste zurück zum Start. Timm schaffte trotz zweier Berührungen 18,72 Sekunden und holte damit 80 Punkte. Anschließend probierte er auch noch die übrigen Stationen (Puzzeln, Merken, Ringzielwurf und Seilspringen) aus, die aber nicht mehr in die Wertung eingehen konnten.

Isabel dagegen wählte das Seilspringen als zweite Station. Hierfür hatte sie über die Sommerferien fleißig trainiert, was man auch sah. Die Maximalpunktzahl gab es für mehr als 50 Sprünge in einer Minute - Isabel pulverisierte diese zuvor festgelegte Skala förmlich. Rekordverdächtige 80 Sprünge wurden notiert! Der folgende Antrag unserer Jugendleiter, die Skala nach oben zu erweitern wurde leider abgelehnt.

Platz 7 und 22 - aber schon Vorfreude auf 2019

Mit insgesamt 317 Punkten landete Isabel auf den siebten Platz und Timm mit 251 Punkten auf Rang 22 der Klasse U9. Natürlich war das gesamte Team trotzdem bei der Siegerehrung in der proppevollen Finalhalle anwesend und applaudierten den verdienten Deutschen Meistern 2018. Den Stellenwert des Lichtschießens zeigt die Anwesenheit des DSB-Präsidiums, neben den Vizepräsidenten für Jugend (Stefan Rinke), Öffentlichkeitsarbeit (Wolfgang Kink) und Sport (Gerhard Furnier) ließ es sich der 1. Präsident Hans-Heinrich von Schönfels nicht nehmen, die Siegermedaillen an die ersten sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Klassen zu überreichen.

Das wichtigste aber war, dass unser Nachwuchs Spaß an diesem Wettkampf hatte - und das war sichtlich der Fall. Sowohl Timm als auch Isabel, die Eltern und die Jugendleiter freuen sich jetzt schon auf die Teilnahme 2019. Vielleicht wächst das "Team Licht" bis dahin ja noch weiter an?

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Ergebnisheft der Deutschen Meisterschaft Lichtschießen 2018
2018_4_DMLicht.pdf
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