Der Schießsport

Egal ob mit dem Luftgewehr oder der Schnellfeuerpistole - die Kombination aus physischen und psychischen Anforderungen macht den Schießsport zu einer faszinierenden und anspruchsvollen Sportart. Durch den Umgang mit den Sportwaffen und ihren Sportkameraden lernen Schützen Verantwortung sowie Fairness im Wettkampf. Unser Schützen sind mit dem Druckluftwaffen und dem Kleinkalibergewehr sowohl im DSB, als auch im BHDS aktiv. Im Jugendtraining sowie bei Veranstaltungen kommt außerdem das Lichtgewehr zum Einsatz. Alle Ergebnisse sind auf den nachstehenden Seiten zu finden.


Sport-News

Trainingsbetrieb ab 7. Juni wieder möglich (Update 11.06.2021)

Das letzte offizielle Training liegt lange zurück – am 12. März 2020 wurden die letzten Schüsse auf der Sebastianushöhe abgegeben. Seitdem hat sich rund ums Schützenhaus viel getan, denn nach dem erstem Lockdown fanden weitreichende Modernisierungsarbeiten statt – zum Großteil in Eigenleistung. Mit Fertigstellung kam dann der zweite Lockdown und eine Zeit des Wartens, die am 7. Juni endet.

Erstes Training nach der Standmodernisierung

Die Gefühlslage im November fasste unser Vorstandsmitglied Karl-Heinz Theisen so zusammen: „Das ist wie zu Weihnachten ein neues Fahrrad geschenkt bekommen, aber bis Ostern nur klingeln zu dürfen.“ Es wurde allerdings sogar noch länger als nur bis Ostern. Im Sommer letzten Jahres wurde fleißig gebaut, 10- und 50-Meter-Schießstände wurden saniert und die alten Seilzuganlagen demontiert. Stattdessen erhielt die Digitalisierung Einzug auf der Sebastianushöhe, jeweils sieben hochmoderne elektronische Messrahmen der Firma Meyton wurden auf den beiden Schießständen installiert. Dazu neue Beleuchtungen und barrierefreie Schützenpositionen – Technik und Ausstattung sind im 21. Jahrhundert angekommen. Es herrschte also trotz eingestelltem Schießbetrieb rege Betriebsamkeit auf der Sebastianushöhe. Doch die Coronapandemie verhinderte dann zunächst die Inbetriebnahme des neuen Prunkstücks des Niederbachemer Schießsports. Jetzt erst, im Juni 2021 und damit sieben Monate nach Eingang der polizeilichen Betriebserlaubnis, dürfen endlich die ersten Schüsse in der neuen Umgebung abgegeben werden.

Hygieneauflagen der Corona-Schutzverordnung

Natürlich kann der Trainingsbetrieb nicht einfach so wieder starten – die derzeit gültige Landesverordnung in Verbindung mit der aktuellen Lage im Rhein-Sieg-Kreis lässt den kontaktfreien Sport in geschlossenen Räumen dann zu, wenn die teilnehmenden SportlerInnen einen negativen Coronatest (Bürgertest, nicht älter als 24 Stunden) vorlegen. Von der Testpflicht ausgenommen sind Personen, die bereits vollständig gegen Corona geimpft sind oder eine Infektion überstanden haben. Entsprechende Nachweise sind mitzuführen. So können wir das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV2) deutlich reduzieren und trotzdem unserem Sport nachgehen. Außerdem werden natürlich Anwesenheitslisten geführt, um mögliche Ansteckungen nachverfolgen zu können. Es ist ein erster Schritt in Richtung Normalisierung des Vereinslebens und wir freuen uns darauf, diesen zusammen zu gehen.

Update 11.06.2021: Die Testpflicht ist aufgehoben, lediglich die Maskenpflicht und das Führen einer Anwesenheitsliste für die Rückverfolgung haben noch Bestand.

Modernisierung Schützenhaus beinahe abgeschlossen

Wieso Trübsal blasen, wenn man aktiv werden kann? Anstatt die Covid-19-Pandemie einfach passiv abzuwarten haben wir die vergangenen Monate dazu genutzt, unsere sportliche Heimat vollumfänglich zu modernisieren. Wir sind auf das Ergebnis überaus stolz und freuen uns schon auf die ersten Trainingseinheiten und Wettkämpfe!

Maßnahmen 10-Meter-Stand

Wie war es vorher?

Auf neuen Seilzuganlagen wurde geschossen, teilweise nur mit Abständen von 75cm - es war zu eng. Das Dach wurde von zwei Zwischensäulen getragen, die Brüstung war durchgängig und mit einem Teppich bezogen. Als Abtrennung zum Eingangsbereich diente eine wackelige Ziehharmonikawand, die ihre besten Tage längst hinter sich hatte. Außerdem war die Beleuchtung unregelmäßig und wenig komfortabel. Alles in Allem weit weg von heutigen Standards.

Was wurde gemacht?

Die Seilzuganlagen wurden durch sieben topmoderne Infrarotmessrahmen der Firma Meyton ersetzt. Das Dach ruht nun auf einem einzigen Querträger, sodass keine störenden Säulen mehr benötigt werden. Jeder Stand bekommt einen eigenen Schießtisch, sodass der Raum zwischen Schießlinie und Zielen auch genutzt werden kann - zum Beispiel für Gymnastik- oder Kräftigungseinheiten. Die Beleuchtung ist so angebracht, dass der gesamte Raum gleichmäßig hell ist. Zwischen Stand und Eingangsbereich ist eine neue Zwischenwand mit zwei Türen und demnächst Ablagemöglichkeiten für die Sportgeräte eingezogen worden.

Highlights

Zwischen den Druckluftmessrahmen auf den Ständen fünf bis sieben befinden sich außerdem zwei Ziele für das Lichtschießen, die vollfunktional in das Mess- und Verwaltungssystem der Steuerungs-EDV eingebunden sind. Die Kugelfänge sind so konstruiert, dass jedes Geschoss in einem Auffangbehälter landet und so ohne aufwändige Reiniungs- und Schutzmaßnahmen dem Recycling zugeführt werden kann.

Maßnahmen 50-Meter-Stand

War es vorher?

Sieben Schießbahnen wurden mit mittlerweile störungsanfälligen Seilzuanlagen betrieben. Die Beleuchtung sowohl im Ziel- als auch im Schützenbereich war am unteren Ende des zumutbaren, die Brüstung so hoch, dass ein Sitzendschießen quasi unmöglich war.

 

Was wurde gemacht?

Auch hier wurden sieben Infrarotmessrahmen von Meyton installiert, dafür musste der gesamte Zielbereich saniert werden. Das Dach ist nun wieder dich, die Beleuchtung so, dass ein zielsicheres Training möglich ist und natürlich wird die gesamte Elektronik durch Rolltore vor Wind, Wetter und Wasser geschützt. Im Schützenbereich liegt die Brüstung nun etwa 30cm niedriger, sodass sowohl unsere Dreistellungsschützen als auch Rollstuhlfahrer und Sitzendschützen moderne Trainingsbedingungen vorfinden.

 

Highlights

Die Schießbahn ist nun frei von Seilen, sodass der Raum neue Nutzungsmöglichkeiten bietet - Bogenschießen zum Beispiel? Auch für das allgemeinsportliche Training im Sommer haben wir nun hervorragende Bedingungen. Die Kugelfänge sind so konstruiert, dass die verschossenen Kugeln gesammelt und so einfach dem Recycling zugeführt werden können.

Sonstige Maßnahmen

Neben den Schießbahen wurden mehrere "Kleinarbeiten" durchgeführt. So wurde der Lagerschuppen mit einem neuen Tor ausgestattet, ein neuer Materialschrank gebaut, ein Anzeigemonitor im Aufenthaltsraum angebracht, ein das gesamte Schützenhaus umfassendes Netzwerk eingerichtet und die Beleuchtung erneuert. Auch diverse Schäden an den Außenwänden von 10-Meter-Stand und Aufenthaltsraum wurden behoben.

Danke!

Ein solches Bauprojekt ist nur möglich, wenn die Mitglieder mit anpacken. Wir bedanken uns bei allen aktiven Helfern, die dieses Mammutprojekt ermöglicht haben! Wieder einmal hat sich gezeigt, dass der Zusammenhalt in unserem Verein erstklassig und vorbildlich ist. Daher nochmal: DANKE!