Der Schießsport

Egal ob mit dem Luftgewehr oder der Schnellfeuerpistole - die Kombination aus physischen und psychischen Anforderungen macht den Schießsport zu einer faszinierenden und anspruchsvollen Sportart. Durch den Umgang mit den Sportwaffen und ihren Sportkameraden lernen Schützen Verantwortung sowie Fairness im Wettkampf. Unser Schützen sind mit dem Luft- und dem Kleinkalibergewehr sowohl im DSB, als auch im BHDS aktiv. Alle Ergebnisse sind auf den nachstehenden Seiten zu finden.


Sport-News

Niederbachemer "Team Licht" mischt bei der Deutschen Meisterschaft mit

Auch bei der zweiten Auflage der Deutschen Jugendmeisterschaft im Lichtschießen waren Niederbachemer Jungschützen vertreten.

In einem Mehrkampf, bestehend aus 20 Schuss Lichtschießen und zusätzlichen Aufgaben aus den Bereichen "Grips", Ausdauer/Schnelligkeit, Koordination, Geschicklichkeit und Konzentration traten über 100 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet an. Die Meisterschaft war in den Ablauf der "großen" Deutschen Meisterschaft Sportschießen, mit über 6000 Sportlern die zweitgrößte Sportveranstaltung Deutschlands, eingebettet und fand auf der Münchener Olympia-Schießanlage statt.

Das "Team Licht" der St. Sebastianus-Schützen Niederbachem

Teilnahmebereichtigt bei der DM Lichtschießen sind alle Mitglieder von DSB-Vereinen zwischen sechs und zwölf Jahren. In Niederbachem wird bereits seit mehreren Jahren im Anfängerbereich mit dem Lichtgewehr gearbeitet, daher konnte der Verein bereits bei der Premiere 2017 mit einem Starter, Timm Sachse, in München an den Start gehen. Timm setzte sich damals in der jüngsten Altersklasse, der U7, durch und darf sich somit "Deutscher Meister" nennen.

Im Frühjahr 2018 stieß Isabel Ippendorf zum "Team Licht" hinzu und wurde auch umgehend für die DM 2018 angemeldet. Somit starteten zwei Niederbachemer Jungschützen, beide in der Altersklasse U9. Begleitet wurden die Nachwuchssportler von ihren Eltern sowie den beiden Jugendleitern Dieter und Marcel Bachem.

Station 1: 20 Schuss Lichtgewehr Auflage

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Pflicht war ein 20-Schuss-Programm, wahlweise mit der Lichtpistole oder dem Lichtgewehr, jeweils auf einer Stützstange aufgelegt.

Timm trat als zuerst an und nahm mit seinem Feinwerkbau-Lichtgewehr das zehn Meter entfernte Ziel ins Visier. Es waren einige Einstellungen an der Auflage und der Visierung notwendig und die fünf zur Verfügung stehenden Probeschüsse erwiesen sich als zu wenig. Dazu noch ein Schuss Nervosität und schon standen zur Hälfte seines Programms "nur" 80 Ringe für Timm. Doch dann fand er auch die Mitte und legte unter dem anerkennenden Blick des DSB-Vizepräsidenten Sport, Gerhard Furnier, 91 Ringe nach - 171 Gesamtringe.

Anschließend konnte Isabel an den Stand. Auch ihr war die Nervosität bei ihrer DM-Premiere anzumerken, ebenfalls 80 Ringe nach zehn Schuss. Doch dann stabilisierte sie sich und schraubte ihr Ergebnis schließlich auf 167 Ringe, was ihren Papa Stefan, selbst lange Jahre ein guter Gewehrschütze, sichtbar stolz machte. Anschließend zog der Baachemer Tross zum anderen Ende der Olympia-Drucklufthalle weiter, um die sportlichen Stationen zu absolvieren.

Station 2: Schlängellauf

Sowohl Timm als auch Isabel entschieden sich als nächstes für den sogenannten "Schlängellauf". Möglichst schnell sollte der Parcours, bestehend aus sechs Slalomtoren und einer Wendestange, absolviert werden. Isabell war sehr schnell unterwegs, erreichte mit ihren etwa 15,5 Sekunden aber nur 50 Punkte, was ihr am Ende einen Platz auf dem Podest gekostet hat. Sie hatte, wie ihr Teamkollege anschließend auch, Probleme mit dem relativ glatten Untergrund und konnte somit die vorher von der Deutschen Schützenjugend ermittelte Zeit, welche für die maximalen 100 Punkte unterschritten werden musste, nicht erreichen. Timm zollte vor allem einem Rutscher in der Wende Tribut und konnte daher keinen Wertungspunkt notieren.

Station 3: "Heißer Draht" und Seilspringen

Das Geschicklichkeitsspiel "Der Heiße Draht" lag Timm deutlich besser, als die Athletik zuvor. Ziel war es, mit einer Metallschlinge den "Heißen Draht" abzufahren, ohne ihn dabei zu berühren - sonst leuchtete die Ampel rot und man musste zurück zum Start. Timm schaffte trotz zweier Berührungen 18,72 Sekunden und holte damit 80 Punkte. Anschließend probierte er auch noch die übrigen Stationen (Puzzeln, Merken, Ringzielwurf und Seilspringen) aus, die aber nicht mehr in die Wertung eingehen konnten.

Isabel dagegen wählte das Seilspringen als zweite Station. Hierfür hatte sie über die Sommerferien fleißig trainiert, was man auch sah. Die Maximalpunktzahl gab es für mehr als 50 Sprünge in einer Minute - Isabel pulverisierte diese zuvor festgelegte Skala förmlich. Rekordverdächtige 80 Sprünge wurden notiert! Der folgende Antrag unserer Jugendleiter, die Skala nach oben zu erweitern wurde leider abgelehnt.

Platz 7 und 22 - aber schon Vorfreude auf 2019

Mit insgesamt 317 Punkten landete Isabel auf den siebten Platz und Timm mit 251 Punkten auf Rang 22 der Klasse U9. Natürlich war das gesamte Team trotzdem bei der Siegerehrung in der proppevollen Finalhalle anwesend und applaudierten den verdienten Deutschen Meistern 2018. Den Stellenwert des Lichtschießens zeigt die Anwesenheit des DSB-Präsidiums, neben den Vizepräsidenten für Jugend (Stefan Rinke), Öffentlichkeitsarbeit (Wolfgang Kink) und Sport (Gerhard Furnier) ließ es sich der 1. Präsident Hans-Heinrich von Schönfels nicht nehmen, die Siegermedaillen an die ersten sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Klassen zu überreichen.

Das wichtigste aber war, dass unser Nachwuchs Spaß an diesem Wettkampf hatte - und das war sichtlich der Fall. Sowohl Timm als auch Isabel, die Eltern und die Jugendleiter freuen sich jetzt schon auf die Teilnahme 2019. Vielleicht wächst das "Team Licht" bis dahin ja noch weiter an?

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Ergebnisheft der Deutschen Meisterschaft Lichtschießen 2018
2018_4_DMLicht.pdf
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LVM 2018: Abschlussbericht

LVM Luftgewehr in Dortmund (29.04.2018): Herren ohne Fortune

Deutlich hinter den eigenen Hoffnungen sind unsere Luftgewehr-Herren zurückgeblieben. Der 35. Platz von Christian Theisen (378 Ringe) war das beste, was an diesem Tage heraussprang. Marcel bachem (363, 83.) und Sebastian Schreiber (337, 99.) konnten ihr Leistungspotential nicht abrufen. Als Mannschaft belegte unser Team Rang 27.

LVM Luftpistole in Dortmund (29.04.2018): Schreiber beim Debüt 75.

Bereits in seiner ersten Saison als "Doppelstarter" konnte Sebastian Schreiber sich mit der Luftpistole zur LVM qualifizieren. Bei seiner Premiere konnte er 334 Ringe und Platz 75 erreichen.

LVM Luftgewehr Auflage in Frechen (11.05.2018): Rehfeld mit gutem Ergebnis

Bei 102 Startern in der Seniorenklasse IV belegte Jürgen Rehfeld einen guten 39. Platz. Seine 308,1 Ringe liegen nur knapp unter dem letztjährigen Limit zur Deutschen Meisterschaft.

LVM KK-Gewehr 50m Diopter/ZF in Gymnich (13.05.2018): Platz 11 für die Mannschaft

In der offenen Herrenklasse konnten Marcel Bachem, Christian Theisen und Karl-Heinz Theisen als Mannschaft den 11. Platz belegen. Das beste Einzelergebnis steuerte Marcel Bachem mit 258 Ringen und Platz 38 bei. Christian (249, Platz 45) und Karl-Heinz Theisen (234, Platz 56) vervollständigten das Mannschaftsergebnis.

LVM KK-Gewehr 50m Auflage in Ratingen (17.06.2018): Löllgen als Einzelkämpfer

Andreas Löllgen war der einzige Niederbachemer Starter mit dem KK-Gewehr (Auflage). Nach einer etwas schwächeren ersten Serie (98,8 Ringe) folgten zwei gute Teilabschnitte, sodass am Ende 300,4 Ringe und Rang 45 bei den Senioren I stehen.

LVM KK-Gewehr 100m in Siegburg (24.06.2018): Platz 21 für Karl-Heinz Theisen

Mit 270 Ringen konnte Karl-Heinz Theisen den 21. Platz in der Herrenklasse III belegen. Er profitierte dabei von einer konstanten Leistung und einem guten Finish.

LVM KK-Gewehr 3x20 in Dortmund (30.06.2018): Herren I zweimal in den Top-10

Sowohl Marcel Bachem als auch Christian Theisen kamen mit dem KK-Sportgewehr in die Top-10 der LVM 2018. Marcel Bachem wurde trotz je einer schwachen Serie pro Anschlagsart mit 530 Ringen noch Neunter, Christian Theisen verpatzte den Liegendanschlag und folgte mit 528 Ringen auf Rang 10. Das Mannschaftsergebnis vervollständigte Sebastian Schreiber (514 Ringe, Platz 17), sodass in der Mannschaftswertung Rang Fünf für unsere Mannschaft heraussprang.

LVM KK-Gewehr Liegend in Dortmund (01.07.2018): Bachem verpasst DM-Quali deutlich

So gut die erste Hälfte des 60-Schuss-Programms von Marcel Bachem war, so unglücklich verlief der restliche Wettkampf. Nach den ersten 30 Schuss lag Bachem noch auf Kurs DM-Quali, hatte bis dahin lediglich fünfmal nicht die Zehn getroffen. Dann verlor er aber den Faden, versuchte mit einer Neueinrichtung diesen wiederzufinden, doch es half nicht viel. Am Ende standen nur 579 Ringe und Platz 10. In der Mannschaftswertung wurden die Herren I Zwölfter, Sebastian Schreiber (550 Ringe, Platz 38) und Christian Theisen (546, 41.) landeten nicht in den vorderen Plätzen.

LVM KK-Gewehr 100m in Siegburg (08.07.2018): Bachem belegt Rang 17

Zu sehr früher Stunde durfte Marcel Bachem in Siegburg zur LVM KK-Gewehr 100m antreten. Mit 280 Ringen schaffte er zwar seine beste Saisonleistung, bliebt aber mit Rang 17 hinter den letztjährigen Ergebnissen zurück.

Damit ist das Meisterschaftsjahr im RSB für unsere Mannschaft beendet. Für die kommenden Monate liegt der Fokus auf den Ligawettkämpfen in der Luftgewehr-Landesliga und den Auflage-Bezirksligen. Das nächste sportliche Highlight wird Anfang September die Bundesmeisterschaft des BHDS sein.